Freitag, 31. Dezember 2010

ODEG ersetzt Intercity nach Prenzlau

Die Ostdeutsche Eisenbahn konnte kurzfristig mit zusätzlichen Fahrten von und nach Prenzlau beauftragt werden, um die Fahrplanlücken durch die zum Dezeber weggefallenen Intercity Berlin - Prenzlau - Stralsund zu stopfen. Auch die Deutsche Bahn fährt zusätzlich. Ab 10. Januar 2011 kann zumindest montags bis freitags zu den meisten Zeiten wieder ein 1-Stunden-Takt zwischen Prenzlau, Angermünde und Berlin angeboten werden. Zu jeder zweiten Stunde ist ein Umsteigen in Angermünde erforderlich, der Anschlusszug wartet jedoch.
Den neuen Fahrplan finden Sie hier.

S-Bahn stellt Betrieb auf 4 Strecken ein

Wegen der nach wie vor stark eingeschränkten Verfügbarkeit von S-Bahn-Fahrzeugen durch diverse Defekte und einen "Stau bei der Instandhaltung" reagiert das Unternehmen S-Bahn Berlin zum 2. Januar mit radikalen Maßnahmen: Der Verkehr auf vier Strecken wird voraussichtlich für mehrere Wochen komplett eingestellt. Betroffen sind folgende Strecken:
Spandau - Olympiastadion - Westkreuz (S3, S75)
Strausberg Nord - Strausberg (S5)
Hennigsdorf - Tegel - Schönholz (S25)
Wartenberg - Springpfuhl (S75)
Auf allen anderen Strecken wird das Angebot deutlich zurückgefahren. Es kann vielerorts nur ein 20-Minuten-Takt angeboten werden, außerdem kommt es zum Einsatz von deutlich kürzeren Zügen.

So sollen die S-Bahn-Linien ab Sonntag, 2. Januar 2011 fahren:

S1: Wannsee - Oranienburg, ca. alle 20 Minuten
S2: Blankenfelde - Bernau, ca. alle 20 Minuten
S25: Nordbahnhof - Teltow Stadt, ca. alle 20 Minuten; zwischen Hennigsdorf und Schönholz Zugverkehr eingestellt, dafür Ersatzverkehr mit Bussen Hennigsdorf - Wilhelmsruh (Umstieg auf S1); Ausfall zwischen Schönholz und Nordbahnhof (Alternative: S1)
S3: Erkner - Ostbahnhof, ca. alle 20 Minuten
S41/S42 (Ring): nur ca. alle 10 - 15 Minuten
S46: Königs Wusterhausen - Südkreuz, ca. alle 20 Minuten; Ausfall zwischen Südkreuz und Westend (Alternative: S41/S42)
S47: Spindlersfeld - Schöneweide, ca. alle 20 Minuten; Ausfall zwischen Schöneweide und Südkreuz (Alternative: S46)
S5: Strausberg - Westkreuz, ca. alle 20 Minuten; zwischen Strausberg Nord und Strausberg Zugverkehr eingestellt, dafür Ersatzverkehr mit Bussen
S7: Ahrensfelde - Potsdam, ca. alle 20 Minuten
S75: (Wartenberg - Spandau) Linie wird eingestellt; zwischen Wartenberg und Springpfuhl sowie zwischen Westkreuz und Spandau Zugverkehr eingestellt; auf dem restlichen Abschnitt S7 als Alternative
S8: Birkenwerder - Blankenburg, ca. alle 20 Minuten; Ausfall zwischen Blankenburg und Zeuthen; fährt ab Blankenburg weiter als S9 nach Flughafen Schönefeld
S9: Blankenburg - Flughafen Schönefeld, ca. alle 20 Minuten; fährt ab Blankenburg weiter als S8 nach Birkenwerder

Die Linien S45 und S85 bleiben außer Betrieb.

Ersatzverkehre werden angeboten:
- RE2 hält ab 3. Januar zusätzlich in Karlshorst
- RB10 fährt ab 3. Januar auch in den Vormittagsstunden ab/bis Charlottenburg, statt Spandau
- NE27 fährt ab 3. Januar morgens und nachmittags mit drei Entlastungszügen je Richtung - zusätzlich zum normalen Fahrplan - zwischen Basdorf und Berlin Gesundbrunnen (ohne Halt in Karow)
- außerdem ist eine Verstärkung der Linien U1, U2, U5, U6 und U8 vorgesehen

Zwischen Flughafenterminal Schönefeld und S-Bahnhof Südkreuz fährt zudem alle 20 Minuten der Bus SXF1 ohne Zuschlag.
Wegen ebenfalls fehlender Züge bei der Deutschen Bahn (DB Regio) kann derzeit kein weiterer Zusatzverkehr mit Regionalzügen angeboten werden. Aus diesem Grund fallen mindestens noch am 3. Januar die Entlastungszüge auf der Linie RE1 aus sowie alle Fahrten der RB13 (Wustermark - Spandau) und RB20 (Hennigsdorf - Potsdam), für die RB20 fahren Busse.

Samstag, 13. November 2010

November- und Dezember-Wochenenden: Einzelfahrausweis gilt als Tageskarte

Im Rahmen der "Entschuldigungsleistungen" der S-Bahn Berlin GmbH für das anhaltend erschreckend schlechte Verkehrsangebot in den letzten Monaten können an allen Wochenenden im November und Dezember Einzelfahrscheine als Tageskarten genutzt werden.
Das bedeutet, Fahrgäste können mit dem Einzelfahrschein ab Entwertung bis zum Folgetag um 3 Uhr früh beliebig viele Fahrten unternehmen und so kreuz und quer im gewählten Tarifteilbereich Berlin AB, BC oder ABC mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln mobil sein. Tipp: Für Fahrten innerhalb Berlins eine 4-Fahrten-Karten holen, denn auch die einzelnen Abschnitte hiervon gelten als Tageskarte. Ebenfalls sind die Fahrrad-Einzelfahrscheine in diese großzügige Regelung einbezogen, jedoch nicht Kurzstrecken-Fahrausweise.

Weitere Entschuldigungsleistungen, vor allem für Monats- und Jahreskarteninhaber, finden Sie auf der Internetseite des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg.

Weitere Schnellbahnhöfe barrierefrei zugänglich

Die Bahnhöfe Otisstr. (U6) und Zepernick (S2) erhielten kürzlich Aufzüge und sind somit barrierefrei erreichbar. Wegen Modernisierungsarbeiten sind folgende Aufzüge außer Betrieb: Schöneweide (Gleis 5/6, stadteinwärts) bis 10. Dezember, Wittenau und Birkenwerder, jeweils bis 22. Dezember.

Berlin: U-Bahnhöfe für Obdachlose geöffnet

Zur kalten Jahreszeit öffnet die BVG wieder nachts einige U-Bahnhöfe für Obdachlose. Bei Temperaturen unter -2°C bleiben die U-Bahnhöfe Schillingstr. (U5), Südstern (U7) und Hansaplatz (U9) während der Betriebspause (ca. 1 Uhr bis 4 Uhr) geöffnet und stehen Obdachlosen zum Aufwärmen und Übernachten zur Verfügung.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Deutsche Bahn verkauft über Facebook 25 Euro-ICE-Tickets

Facebook macht's möglich:

Über www.Facebook.de verkauft die Deutsche Bahn ab sofort Tickets zum Festpreis von 25,00 Euro. Sie gelten für eine Fahrt, incl. ICE und andere Fernzüge, innerhalb Deutschlands. Keine weiteren Fahrpreisermäßigungen bei diesem Angebot.

Buchungszeitraum:
25.10.-07.11.2010

Reisezeitraum:
01.11.-15.12.2010

Weitere Infos:
http://www.facebook.com/chefticket
http://www.bahn.de/p/view/home/chefticket/chef-ticket.shtml

Buchungslink:
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn?program=Chef

Das Angebot ist an eine konkrete Zugverbindung gebunden, Verkauf für jede Verbindung, so lang der Vorrat reicht. Also muss man hier & da etwas tricksen, um noch ein gutes Angebot zu erhaschen…

Dienstag, 7. September 2010

Neuer Abend- und Nachtverkehr in zwischen Berlin-Hermsdorf und Zühlsdorf

Seit 1. September bietet die Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) auf der Buslinie 806 (S-Bhf Hermsdorf - Glienicke - Schildow - Mühlenbeck - Bhf Zühlsdorf täglich abends und am Wochenende auch nachts zusätzliche Fahrten an, und zwar als RufBus. Wer diese Fahrten nutzen möchte, muss unter der Rufnummer 03306/2307 spätestens 90 Minuten vor der planmäßigen Abfhartszeit des Busses seinen Fahrtwunsch bestellen.
Die Busse fahren ab S Hermsdorf täglich um 23.19, 0.19 und 1.19 Uhr sowie außerdem in den Nächten Freitag zu Samstag und Samstag zu Sonntag um 2.19 und 3.19 Uhr über Glienicke und Schildow nach Zühlsdorf. Die Rückfahrten erfolgen täglich um 22.09, 23.09 und 0.09 Uhr ab Zühlsdorf sowie am Wochenende auch um 1.09 und 2.09 Uhr.
Den kompletten Fahrplan finden Sie in der VBB-Fahrplanauskunft.

Montag, 23. August 2010

Günstiger nach Polen: Berlin-Stettin für 10,00 Euro

Um weitere Fahrgäste zwischen der Metropole Berlin und der Großstadt Szczecin (Stettin) kurz hinter der Brandenburger Bundesgrenze für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen, wurde zum 1. August 2010 der Fahrpreis um bis zu 40% gesenkt. So kostet eine einfache Fahrt zwischen beiden Städten nur noch 10,00 Euro (mit BahnCard25 bzw. 50 oder als Kind bis einschl. 14 Jahre nur 7,50 Euro). Eine Tageskarte kostet das Doppelte. Wer mindestens zu zweit unterwegs ist, kommt mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket zu 27,00 Euro (am Fahrkartenschalter 29,00 Euro) günstiger. VBB- und Brandenburg-Berlin-Tickets gelten Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende ohne Zeitbeschränkung. Es kann in beiden Städten jeweils der öffentliche Nahverkehr (S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus, Fähre) ohne Zusatzkosten mitbenutzt werden.
Nähere Infos und ein paar Ausflugstipps hat der VBB unter www.berlin-stettin-ticket.de in deutsch und polnisch zusammengestellt.

VBB informiert über neue Fahrplanangebote

Mit der Serie der Angebotsflyer, die der Verkehrsverbund VBB an die jeweiligen Haushalte in der Region verteilen lässt, ging es in den Sommermonaten weiter. Im Juli wurden alle Haushalte in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal (Raum Luckenwalde, Trebbin) über den neuen RufBus R755 informiert. Er verbindet die Ortsteile in der Gemeinde an allen Tagen der Woche, wenn kein normaler Linienbus zur selben Zeit fährt, und schafft direkte Anschlüsse an die Bahn in Luckenwalde, Trebbin und Buchholz. Am 21. August wurden die Einwohner der Gemeinde Panketal (Raum Zepernick/Bernau) sowie in der Stadt Eberswalde und deren Umland mit insgesamt drei Flyern ebenfalls über das aktuelle Verkehrsangebot informiert. Landkreis Barnim und Barnimer Busgesellschaft (BBG) haben in den letzten Jahren das Angebot stetig optimiert und etliche attraktive Verbindungen geschaffen, auch wurden die Umsteigemöglichkeiten zur Bahn verbessert.
Alle Flyer finden Sie zum Anschauen und Ausdrucken auf der Internetseite des VBB.

Cottbus: Dichterer Takt bei Straßenbahnen

Laut diversen Medienberichten soll zum Ende dieses Jahres das Straßenbahnfahren in der kreisfreien Stadt Cottbus deutlich attraktiver werden. Es seien sowohl Taktverdichtungen vorgesehen, als auch eine Ausweitung der Betriebszeiten. Auch Streckenerweiterungen werden in Betracht gezogen. Im Gegenzug soll das Angebot auf parallel führenden Buslinien abgebaut werden. So soll die Cottbuser Straßenbahn auf Dauer leistungsfähiger, anerkannter und beständiger werden.
Über die konkreten Neuerungen wird ÖPNV online informieren.

Neues Zeichen für die Bahn in Berlin und Brandenburg

Ab sofort wird in der Fahrgastinformation im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) für den Bahn-Regionalverkehr ein neues Symbol verwendet. Die rote Raute mit dem Schriftzug "Bahn" löst das rote "B" in weißem Kasten mit rotem Rand ab. Mit dem neuen Symbol soll der Fahrgast leichter verstehen, um welches Verkehrsmittel es sich handelt. Das Symbol wird in der Wegeleitung auf den Bahnhöfen, in den Fahrplänen im Internet sowie in gedruckten Fahrplänen sukzessive ausgetauscht.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Bernau: Bahnhofshalle verschönert

Nach umfangreichen Baumaßnahmen wurde Anfang Juni die neu gestaltete Bahnhofshalle in Bernau den Bahnfahrgästen übergeben. Die Halle wurde hell und vandalismusresistent gestaltet. Die neue Beleuchtung lässt die Empfangshalle erstrahlen und vermittelt einen attraktiven Zugang zu den Verkehrsmitteln S-Bahn, Regional- und Fernbahnverkehr. Der Zugang zur Halle wurde ebenfalls modernisiert. Treppen und eine Rampe wurden nach aktuellen Baunormen neu errichtet. Zudem erhielt der Bahnhof mitsamt Bahnsteigen LCD-Anzeiger für die Darstellung der nächsten Zugabfahrten, auch mit aktuellen Hinweisen, wie etwa Verspätungsinformationen.
Aber auch vor dem Bahnhof wird gebaut: Es entsteht ein neuer Bahnhofsvorplatz mit Bushaltestellen und Fahrradstellplätzen, so dass der Bahnhof Bernau weiter zur modernen Verkehrsstation und attraktivem Verknüpfungspunkt wachsen kann.

Aufzug für den S-Bahnhof Zepernick

Zum November 2010 erhält der Bahnhof Zepernick in der Gemeinde Panketal einen Aufzug. Somit erreichen auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste die S-Bahn-Linie S2 ohne große Umwege. Bislang mussten sie ab Zepernick mit den Ortsbussen nach Bernau oder Berlin-Buch fahren, um Anschluss an die S-Bahn nach Berlin zu erhalten. 400.000 Euro aus dem Konjunkturpaket fließen in die Errichtung des Aufzugs.

Neue Ticketautomaten bei der Berliner S-Bahn

Auf den Bahnhöfen der Berliner S-Bahn erhält neue Technologie Einzug: 500 Fahrkartenautomaten werden neu aufgestellt und lösen ältere Geräte aus dem Jahr 2001 ab. Die neuen Automaten erleichtern den Kauf des Tickets für die S-Bahn und die anderen Verkehrsmittel und Fahrziele im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, denn das Display ist lichtstärker und somit besser bei Sonneneinstrahlung erkennbar. Auch von der neu angebrachten Brailleschrift profitieren sehbehinderte Fahrgäste. Der Kauf der Tickets erfolgt durch leistungsstärkere Drucker bei den neuen Automaten noch fixer. Die Zahlungsmöglichkeiten Bargeld (Scheine und Münzen), Geldkarte und EC-Karte haben sich bewährt und werden auch künftig angeboten.
An den Automaten sind sämtliche Tickets zu allen Zielen im VBB (außer Jahres-, Abonnement- und Sondertickets), das Brandenburg-Berlin-Ticket, das Schönes-Wochenende-Ticket, Fahrradkarten und auch einige Veranstaltungstickets erhältlich.
Weitere Informationen zu den neuen Automaten gibt es in einem gesonderten Artikel auf der S-Bahn-Homepage.

Neue Fahrpreise im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Zum 1. Januar 2011 gelten im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) neue Fahrpreise. Das hat der Aufsichtsrat des VBB Anfang Juni 2010 beschlossen.
Demnach steigen die Fahrpreise durchschnittlich um knapp 3%. Jedoch wird nicht alles teurer: Der Einzelfahrschein Berlin AB kostet neu 2,30 Euro (statt 2,10 Euro). Allerdings wird die 4-Fahrten-Karte für Berlin AB nur von 8,00 Euro auf 8,20 Euro angehoben - somit erhöht sich die Einzelfahrt im Berliner Stadtgebiet nur um 5 Cent von 2,00 Euro auf 2,05 Euro. Für Fahrten aus Berlin ins Umland (Tarifbereich Berlin ABC) müssen neu 3,00 Euro statt 2,80 Euro gezahlt werden. Günstiger werden die Kleingruppenkarten (Tageskarten für bis zu 5 Personen) in Berlin AB (15,00 Euro statt 15,90), BC (15,30 Euro statt 15,40) und ABC (15,50 Euro statt 16,10). Die ermäßigten Tickets für Kinder bis 14 Jahre bleiben größtenteils gleich im Preis.
Teurer werden auch die Tageskarte für das VBB-Gesamtnetz (neu 20,00 Euro statt bisher 19,00 Euro), die Fahrradtageskarte für das Gesamtnetz (6,00 Euro statt 5,50 Euro), die Einzelfahrt Fahrrad über Berlin und Umland hinaus kostet neu 3,00 Euro statt bislang 2,80 Euro. In Potsdam und den anderen kreisfreien Städten kosten die Einzelfahrausweise jeweils 10 Cent mehr.
Auch bei den Zeitkarten gibt es kleine Preissteigerungen, die sich beispielsweise bei Monatskarten um 50 Cent bis 2 Euro bemerkbar machen.

Unter dem Strich kommen die Fahrgäste im VBB oftmals mit einem blauen Auge davon. Bei allen anderen namhaften Verkehrsverbünden gab es in letzter Zeit wesentlich stärkere und auch häufigere Preissteigerungen. Im VBB wurden die Fahrpreise letztmalig im August 2008 angepasst.

Näheres unter http://www.vbbonline.de/download/pdf/presse/Presse_03_06_10.pdf und http://www.vbbonline.de/download/pdf/presse/Presse_03_06_10a.pdf

Donnerstag, 1. April 2010

Angebotsverbesserungen für Pendler und Studenten zwischen Berlin, Potsdam und Golm

Da die Universität Potsdam zum Sommersemester die Vorlesungszeiten ändert, hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammen mit der Deutschen Bahn AG einige Fahrplan-Anpassungen vorbereitet, damit die Studierenden rechtzeitig zu den neuen Startzeiten 8 Uhr und 10 Uhr ihre Vorlesungen erreichen. Doch auch für die (Berufs-)Pendler zwischen Potsdam und Berlin ergeben sich in diesem Zusammenhang Verbesserungen. Die Änderungen im Einzelnen, gültig ab 19. April 2010:

  1. Der Entlastungszug RE1/RB21 ab Berlin Zoologischer Garten (Abfahrt bislang um 8.12 Uhr) über Potsdam Hbf nach Golm fährt neu schon um 7.12 Uhr und somit eine Stunde früher als bislang. Er erreicht Golm um 7.43 Uhr. Ab Golm fährt der Zug weiter als Linie RB20 bis Hennigsdorf (Ankunft dort neu 8.08 Uhr).
  2. NEU fährt ein weiterer Entlastungszug Montag - Freitag um 9.05 Uhr ab Berlin Friedrichstr. bis Potsdam Hbf (Ankunft 9.33 Uhr). Während der Vorlesungszeit fährt er weiter bis Golm, Ankunft dort um 9.43 Uhr.
  3. Die Entlastungsfahrt um 6.16 Uhr ab Brandenburg Hbf wird über Potsdam Hbf hinaus bis Berlin Zoologischer Garten (Ankunft 7.06 Uhr) verlängert.
  4. Die Entlastungsfahrt um 7.16 Uhr ab Brandenburg Hbf endet nicht mehr in Berlin Zoologischer Garten, sondern wird bis Friedrichstr. verlängert (Ankunft dort 8.15 Uhr). Bei beiden Fahrten wird neu auch in Berlin-Wannsee gehalten.
  5. Die Fahrt der Linie RB20 um 6.15 Uhr ab Hennigsdorf endet um 6.43 Uhr in Potsdam Park Sanssouci und hat dort einen direkten Anschluss zur Linie RE1 nach Potsdam Hbf sowie Berlin. Anschließend fährt dieser Zug um 6.49 Uhr nach Brandenburg Hbf und ersetzt den bisherigen RE1-Entlastungszug um 6.48 Uhr ab Potsdam Hbf. Fahrgäste ab Potsdam Hbf nutzen bitte den regulären RE1-Zug um 6.38 Uhr.
  6. Die Entlastungszüge der Linie RB21 um 12.21 Uhr und 14.21 Uhr ab Potsdam Hbf sowie die Züge um 13.32 Uhr und 15.32 Uhr ab Golm fahren nur noch an Vorlesungstagen. Am Vormittag wird das Angebot dafür um eine zusätzliche Fahrt um 11.32 Uhr ab Golm nach Potsdam Hbf ergänzt. In der vorlesungsfreien Zeit stehen zwischen Potsdam und Golm die stündlich fahrende Linie RB21 sowie die zweistündlich fahrende Linie RB20 sowie die Stadtbuslinien 605 und 606 zur Verfügung.

Alle neuen Fahrpläne sind ab sofort in der VBB-Fahrplanauskunft "Fahrinfo" enthalten.
ÖPNV online wünscht eine gute Fahrt mit den neuen Angeboten!

Brandenburg-Berlin-Ticket und Schönes-Wochenende-Ticket zum Selbstausdrucken

Nun kann man die eigene Ausflugsplanung mit Bahn und Bus komplett vorab zu Hause organisieren. Denn seit 1. April lassen sich nahezu alle von der Deutschen Bahn angebotenen "Länder-Tickets" (wie etwa das Brandenburg-Berlin-Ticket) oder auch das Schönes-Wochenende-Ticket im Internet in der .: Reiseauskunft der Bahn bestellen, bezahlen und sofort ausdrucken. Das auf ein normales DIN A4-Blatt gedruckte Online-Ticket wird dann bei der Fahrscheinkontrolle im Zug vom Personal eingescannt und als gültig abgestempelt.
Somit entfällt der Gang zu einem Fahrscheinautomat, der vor allem abseits der Berliner S- und U-Bahnhöfe Berlins bzw. im Land Brandenburg nicht immer "auf dem Weg" liegt.
Das Brandenburg-Berlin-Ticket, das montags bis freitags ab 9 Uhr bzw. an Feiertagen und Wochenenden ab 0 Uhr einen Tag lang bis 3 Uhr morgens gilt und von bis zu 5 Personen oder Familien mit eigenen Kindern in allen Bussen und Bahnen in Berlin und Brandenburg gilt, kostet aktuell im Internet oder am Automat 27,00 Euro (am Fahrkartenschalter oder beim Busfahrer 29,00 Euro); das bundesweit in allen Nahverkehrszügen und vielen Verkehrsverbünden gültige Schönes-Wochenende-Ticket ist aktuell für 37,00 Euro im Internet und am Automat bzw. für 39,00 Euro am Schalter zu haben.

Potsdam: Touristische Informationen mit dem Handy an Haltestellen abrufen

Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH hat an etwa 20 Haltestellen im Potsdamer Stadtgebiet, die von vielen Touristen frequentiert werden, Terminals installiert, an denen man sich touristische Informationen abholen kann - mit dem eigenen Handy.
Voraussetzung ist ein Handy, auf dem eine NFC-Software (Near Field Communication) oder ein 2D-Barcode-Leser installiert wurde. Man hält man das Handy vor den roten Punkt auf dem "Infopoint" vor Ort, und es wird eine Telefonnummer angewählt. Nun ist eine Sprachinformation zur jeweiligen Sehenswürdigkeit zu hören. Beim Anruf und Abhören der Informationen fallen die üblichen Kosten des Telefonierens gemäß eigenem Mobilfunkvertrag an.
Für Interessierte ohne diese spezielle Handyausstattung gibt es auch eine Lösung: einfach die im Text am "Infopoint" enthaltene Telefonnummer zu wählen und schon wird der gleiche Prozess gestartet.
Weitere Informationen unter .: www.vip-potsdam.de.

Sonntag, 14. März 2010

Mit VBB-Ticket in Szczecin Straßenbahn fahren

Laut einer Veröffentlichung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) ist es ab 1. April 2010 nun auch möglich, mit einer VBB-Tageskarte oder einer Einzelfahrkarte, die jeweils von bzw. nach Szczecin (zu deutsch: Stettin) gültig sind, auch den Stadtverkehr zu nutzen - also Straßenbahnen und Busse. Bislang musste man sich hierfür in Szczecin eine separate Fahrkarte, etwa eine 24-Stunden-Karte zu 11 Zloty (= ca. 2,80 Euro), besorgen.
Für Ausflügler in die Hansestadt bedeutet dies natürlich eine Erleichterung, denn nicht alle Ziele in der Stadt lassen sich zu Fuß vom Bahnhof aus erkunden. Mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket und Mecklenburg-Vorpommern-Ticket kann man bereits seit einiger Zeit den Stettiner Stadtverkehr mitbenutzen.

ÖPNV online hat nachgerechnet, wie man nun am günstigen nach und in Szczecin mit der Bahn unterwegs ist - anhand der gern genutzten Strecke Berlin - Szczecin:
  • Für einen Tagesausflug könnte man eine durchgehend gültige VBB-Tageskarte Berlin - Szczecin nutzen - diese kostet 33,40 Euro bzw. für BahnCard-Inhaber ermäßigt 25,00 Euro. Diese gilt für eine Person und schließt auch die Nutzung von Bus und Bahn in Berlin und Szczecin ein.
  • Günstiger ist es jedoch, sich eine VBB-Tageskarte Gesamtnetz für 19,00 Euro zu besorgen (gilt Mo-Fr ab 9 Uhr, Sa+So und an Feiertagen bereits vorher) und dazu eine VBB-Tageskarte für den verbleibenden Abschnitt von der Bundesgrenze nach Stettin, also Tantow - Szczecin, Preis: 5,00 Euro (bzw. 3,80 Euro ermäßigt für BahnCard-Inhaber). Macht zusammen 24,00 Euro bzw. 22,80 Euro. Auch hiermit ist dann neu die Straßenbahn- und Busnutzung in Szczecin abgedeckt.
  • Nur unwesentlich teurer, aber bereits ab Fahrten zu zweit (bis maximal zu fünft) wesentlich günstiger, ist das Brandenburg-Berlin-Ticket. Es kostet am Fahrkartenautomat 27,00 Euro, am Fahrkartenschalter und beim Busfahrer 29,00 Euro und gilt einen Tag Mo-Fr ab 9 Uhr sowie am Wochenende bzw. an Feiertagen bereits ab 0 Uhr. Hiermit kann man auch den Stettiner Stadtverkehr mitbenutzen. Und noch ein Bonbon: Im durchgehend fahrenden Ausflugszug von Potsdam bzw. Berlin nach Szczecin und im früh morgens fahrenden Intercity von Szczecin nach Berlin gilt das Ticket ausnahmsweise bereits vor 9 Uhr.
  • Der Eisenbahntarif der Deutschen Bahn, der zwischen Berlin und Szczecin auch noch genutzt werden kann, ist am teuersten: 53,80 Euro kostet hier eine Hin- und Rückfahrt mit Regionalzügen zwischen Berlin und Szczecin. Nicht mal mit einer BahnCard 50 fährt man zu halben Preis (26,90 Euro) günstiger. Und die Straßenbahn in Szczecin ist hier nicht inklusive!
Fazit: Für Tagesausflüge zwischen Berlin und Szczecin lohnt sich der VBB-Tarif nur als Alleinreisender und für Ausflügler aus der näheren Umgebung, z.B. Angermünde oder Eberswalde. Oder wenn man bereits eine Zeitkarte besitzt, die auch in der Uckermark gültig ist, so dass man erst ab dem Grenzbahnhof Tantow bezahlen muss. Ansonsten ist das Brandenburg-Berlin-Ticket am attraktivsten.